Parklandschaft Tempelhof

Offener landschaftsplanerischer Wettbewerb

  • Wettbewerbsbeitrag mit Cityförster Netzwerk für Architektur und jbbug Johannes Böttger Büro Urbane Gestalt
  • Auslober: Land Berlin, 2010


Was ist eine zeitgemäße Strategie für die Entwicklung einer urbanen Parklandschaft? Der Entwurf für das Tempelhofer Feld sucht nicht das fertige Bild, sondern zeigt eine räumliche und prozessuale Struktur für eine langfristige, ergebnisoffene Entwicklung. Die enorme Größe der Fläche, die relativ geringe Anfangsinvestition und die mutmaßlich lange Entwicklungsphase sprechen für diesen prozessualen Entwurfsansatz. Der Schlüssel liegt in der Programmierung des Ortes. Ein ClusterRing in der Offenlandschaft – er legt sich innenseitig an den identitätsprägenden Taxiway – reichert sich mit Nutzungen der Teilöffentlichkeiten (Raumpioniere, Vereine, Kreative, start ups, Sozialträger, Initiativen u.a.m.) an und bezieht die Bevölkerung als wesentlichen Gestalter des Flugfeldes ein. Indem den Energien und Interessen der Anwohner ein Freiraum angeboten wird, wird erstmals ein Raum für gesellschaftliche Verhandlung („Disput von Parks“) geschaffen. Der Entwurf ist zugleich Prozessentwurf und begreift ein „Parkmanagement“ als ein unabdingbares Realisierungsinstrument. Das Tempelhofer Feld anzureichern, bedeutet eine vielfältige Offenlandschaft in die Zukunft fortzuschreiben.